Was ist Hydroponik?

Die Hydroponik verwendet im Gegensatz zur herkömmlichen Pflanzenzucht nicht Erde als Anzuchtmedium, sondern Wasser.
Die Idee dazu ist uralt. Schließlich waren Menschen schon immer sehr erfinderisch und haben an den unmöglichsten Orten Pflanzenzucht betrieben, um sich davon ernähren zu können und Handel zu betreiben.

So kennt man beispielsweise die schwimmenden Gärten auf Hochgebirgsseen wie dem Titicaca-See in Peru oder dem Inle in Myanmar ( besser bekannt als sogenannte "Floating Garden"). Diese Orte liegen in so hohen Gebieten, das ein Pflanzenanbau in Erde sehr schwierig werden würde. Statt dessen baut man sein Gemüse auf schwimmenden Strohmatten oder Kulturen von Wasserhyazinthe an.

Die Pflanze an sich wächst also oberhalb der Wasseroberfläche und läßt nur ihre Wurzeln ins Wasser hängen. Entscheidend ist dabei, dass das Wasser in Bewegung sein muss. Dadurch werden ständig Sauerstoff und Nährstoff an den Wurzeln vorbeigespült und beides kann jederzeit von der Pflanze aufgenommen werden. In diesem Punkt unterscheidet sich die Hydroponik ganz klar von der Hydrokultur, bei der das Wasser oder die Nährstofflösung in einem Wasserreservoir am Boden des Pflanzgefäßes immer zur Verfügung "steht".

Nochmals zusammenfassend kann man also fast alle Pflanzen ohne Erde, aber in fließendem Wasser ziehen, wenn dieses ständig mit Sauerstoff und Nährstoffen in für die entsprechende Pflanze richtigen Konzentration angereichert wird. Dies sind die Grundvorraussetzungen. Natürlich spielen zusätzlich die Faktoren Licht, Luftfeuchtigkeit, Befüftung und Temperatur auch noch eine wesentliche Rolle.

Nach einigen Jahrzehnten intensiver Forschungsarbeit haben sich verschiedene hydroponische Systeme durchgesetzt, mit denen sich die Kultivierung von Pflanzen im Wasser bewährt hat.

Folgende hydroponische Pflanzenzucht-Systeme haben sich bewährt:

  1. Tröpfel-System
  2. Ebbe & Flut-System
  3. NFT-System
  4. Aeroponisches System
  5. Autopot Bewässerung ohne Strom