Augenstecklinge:
Als Augensteckling bezeichnet man ein kleines abgetrenntes Stück vom Spross mit einem Auge. Je nachdem, um was für eine Pflanze es sich handelt und zu welchem Zeitpunkt der Steckling genommen wird, gibt es noch ein paar Kleinigkeiten zu beachten:
- Bei Pflanzen, die eine wechselständige Blattstellung haben, schneidet man ein Sprossstück mit einem Auge, aus dem schon ein Blatt austreibt und setzt dieses so in die Erde, dass der Blattaustrieb oberirdisch bleibt.
- Bei Pflanzen mit gegenständiger Blattstellung schneidet man den Augensteckling genauso wie bei wechselständiger Blattstellung. Zusätzlich wird das Sprossstück noch der Länge nach halbiert. Man erhält dadurch zwei Stecklinge, die jeweils mit der geschnittenen Seite nach unten in Erde gepflanzt werden.
- Befindet sich eine Pflanze zum Zeitpunkt der Stecklingsentnahme gerade in der Vegetationruhe, so entnimmt man natürlich ein Sprossstück mit einem schlafenden Auge ohne Blattaustrieb und verfährt wie zuvor beschrieben.
Augenstecklinge lassen sich hervorragend von folgenden Pflanzen nehmen:
- Feigen (Ficus in Sorten und Arten)
- Glanzkölbchen (Aphelandra in Arten und Sorten)
- Gartenhortensie (Hydrangea macrophylla)